Familienvilla in Prag

„Dieses Haus zwingt sich dem Bild nich auf. Das Haus ist da, es steht und beobachtet. Es ist Zeuge seiner Zeit.“

Eine zeitgenössische Interpretation traditioneller Architektur mit Fokus auf zeitlose Einfachheit.

Typologie Neubau eines Einfamilienhauses
Ort Prag, Tschechische Republik
Autoren Bořek Němec (alle Leistungsphasen); Alžběta Pomahačová, Linda Němcová, Richard Zacpal (Leistungsphasen 1–4)
Investor Privat
Bearbeitungszeitraum 2017–2021
Tragwerk Ing. Jan Zatloukal
Elektroplanung Ing. Karel Čáp
Heizsystem Ing. Petr Pohl
TGA Blanka Matoušková (LP 1–3), Ing. Martin Januš (LP 4–7)
Geologie Ing. Martin Řízek
Vermessung Ing. Láznička
Bauunternehmen Bauunternehmen Procházka
Fotografie Dipl.-Ing. Till Schuster

In der heutigen Architektur, in der wir entweder Chaos begegnen oder einem übertriebenen Streben nach Originalität um jeden Preis, stelle ich mir die Frage – ist es noch möglich, ein Haus zu bauen, das natürlich und selbstverständlich wirkt?

Dieses Projekt ist eine Rückkehr zu den Wurzeln. Es verbindet eine klare, verständliche Form mit historischen Elementen wie dem Walmdach, verputztem Mauerwerk und Anklängen an Gesimse aus Beton.

Inspirationsquelle waren für uns die Wohnungen im Prager Stadtteil Vinohrady – mit hohen Decken, großzügigen Räumen mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und dem typischen enfiladeartigen Durchgang von Zimmer zu Zimmer in einer Linie. Sowohl die Materialien als auch die innere Organisation des Hauses verweisen auf die Architektur des späten 19. Jahrhunderts, in dem zahlreiche elegante Stadtviertel entstanden.